
Mit rund 1.000 Unternehmen, knapp 96.000 Beschäftigten und einem Umsatz von circa 32,6 Milliarden Euro ist die Lebensmittelbranche in Nordrhein-Westfalen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber.
Hohe Ansprüche an die Produktqualität, gesteigerte Produktivität in Folge des globalen Wettbewerbs und wachsender Automatisierung bilden die Rahmenbedingungen der Branche.
So ist die Lebensmittelindustrie u. a. nach dem HACCP-System (Hazard Analysis Critical Control Point) verpflichtet, strenge Produkt- und Produktionshygiene-Richtlinien einzuführen und zu erfüllen.
Besonders an mittelständische Unternehmen stellen die Anforderungen des Marktes große Herausforderungen.
Ressourceneffizienz ist in der Branche längst zu einem Erfolgsfaktor geworden. Die Einsparpotenziale sind groß: Alleine im Jahr 2000 entfielen ca. 50% des durch privaten Konsum verursachten CO2-Ausstoßes auf die Lebensmittelverarbeitung und deren Distribution zu den Verkaufsstellen.
Ein großer Teil der lebensmittelproduzierenden bzw. -verarbeitenden Industrie hat dieses Potenzial bereits erkannt und genutzt. Unter den gemäß EG-Umweltmanagement und Umweltaudit-System (EMAS) eingetragenen Organisationen belegt dieser Wirtschaftszweig einen der vorderen Plätze.
Dabei haben alle Betriebe der lebensmittelverarbeitenden Branche sehr strenge Hygienerichtlinien einzuhalten, um Frische und Keimfreiheit der sensiblen Produkte zu gewährleisten. Besonders die regelmäßige Reinigung und Kühlung der Lager- und Produktionsstätten, thermische Konservierungen sowie diverse Koch- und Backprozesse verursachen einen vergleichsweise hohen Wasser- und Energieverbrauch.
Die Effizienz-Agentur NRW unterstützt kleine und mittlere Unternehmen der Lebensmittelindustrie in Nordrhein-Westfalen mit dem Beratungsinstrument » PIUS-Check rund um alle Fragen der Ressourceneffizienz und berücksichtigt dabei die sensiblen Rahmenbedingungen der Branche.

Ilona Dierschke
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