Ostwestfalen-Lippe

Ostwestfalen-Lippe

Die Ausgangssituation
Auch vor dem Hintergrund der Umsetzung der EU-Lösemittel-Verordnung zur Reduzierung von VOC-Emissionen im Rahmen der 31. BImSchV* in Deutschland besteht bei kleinen und mittleren Unternehmen ein großes Interesse, VOC-Emissionen zu senken. Wo dabei besonderer Unterstützungs-bedarf besteht und welche Angebote den größten Erfolg versprechen, wurde im Rahmen des Regionalwettbewerbprojektes „OWL2“ ermittelt.

Das Ziel und der Weg
Ziel des Projektes war eine Sensibilisierung von kleinen und mittleren Unter-nehmen in Fragen der Lösemittelproblematik, die Unterstützung bei der Umsetzung der Anforderungen der 31. BImSchV und langfristig die Umsetzung von Maßnahmen im Produktionsintegrierten Umweltschutz. Den Teilnehmern sollten alternative Technologien vorgestellt werden. Darüber hinaus wurde die
konkrete Reduzierung von Lösemittelemissionen durch technische und organisatorischeMaßnahmen in Unternehmen geplant.
Zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer sollte eine Internetplattform für die Netzwerkteilnehmer eingerichtet werden. Die InnovaKom stellte im Rahmen einer Unternehmensbefragung den Beratungs-
und Schulungsbedarf bei 110 Mitgliedsunternehmen der Umweltinitiative OWL
fest. Die detaillierte Bedarfsanalyse ermittelte den Stand für OWL nach Betriebsgrößen, Anwendungsgebieten, regionaler Verteilung und Themenwünschen.

Die Ergebnisse
Auf dieser Basis wurden praxis- und bedarfsorientierte Schulungsmaßnahmen
entwickelt und organisiert. Die InnovaKom veranstaltete jeweils auf die An-forderungen der Teilnehmer zugeschnittene Workshops, Betriebsbe-sichtigungen und Fachvorträge zur Lösemittelreduzierung.
Auf Basis der Befragungen wurde ein praxisnahes "VOC-Tool" auf Excel-Basis zur Erstellung von Lösemittelbilanzen und Reduzierungsplänen gemäß der 31. BImschV entwickelt. Dieses wurde den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt. Viele Unternehmen setzen inzwischen das Excel-Tool auch im Rahmen von PIUS-Checks erfolgreich ein. Weiterhin werden die mit dem Excel-Tool erstellten Bilanzen von den Staatlichen Umweltämtern als Lösemittelbilanzen
bzw. Reduzierungspläne anerkannt. Alle Ergebnisse des Projektes und weiterführende Fachinformationen sind über die von der InnovaKom aufgebaute Internetplattform zu beziehen.
Die Unternehmer wurden im Projekt über die Möglichkeiten zur VOC-Minderung durch Stoffsubstitution, Prozessoptimierung und nachsorgenden Umweltschutz informiert. Besonders Lackierbetriebe äußerten ihren
Bedarf an Unterstützung und Information. Themenschwerpunkte waren dabei HVLPSpritzen (HVLP = High Volume Low Pressure), Pulverlackierung, KTL, Wasserlackeinsatz, pflanzliche Reinigungsmittel und geschlossene Reinigungs-systeme.

Die Perspektive
Die teilnehmenden Unternehmen führen die Netzwerkarbeit über das Projektende hinaus fort. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen
Fortschritte bei der Umsetzung von Emissionsminderungsmaßnahmen
und der weitere Erfahrungsaustausch zu Fragen der Umsetzung der 31. BImschV.

*31. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes

Ein von der EFA entwickeltes und kostenloses » VOC-Tool zur Ermittlung der eigenen Lösemittelbilanz steht Ihnen zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Andreas Kunsleben (-50), aku@efanrw.de

 

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