Region Aachen

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Die Ausgangssituation
Benchmarking-Datenbanken bieten Unternehmen die Möglichkeit, ihre öko-nomische und ökologische Effizienz branchenbezogen vergleichen zu können. Beteiligte Betriebe profitieren von dieser Plattform, da sie Defizite aufdecken und kausale Zusammenhänge erkennen hilft. Die Spiegelung der eigenen Leistungsfähigkeit an referenzbildenden Best-practice-Lösungen und -prozessen ermöglicht die Schließung von Leistungs-lückenzum Klassenbesten.
Auch in der Umsetzung von Projekten im integrierten Umweltschutz helfen Benchmarking-Datenbanken, effiziente und innovative Maßnahmen zu er-kennen und gewinnbringend umzusetzen. Gerade kleine und mittlere Unter-nehmen ermöglicht der Vergleich mit anderen Unternehmen, bestehende Erfahrungen zum eigenen Vorteil nutzbar zu machen. Sind umweltbewusste Unternehmen am Markt erfolgreicher? Welche umweltökonomischen Potenziale kann mein Unternehmen erschließen? Wirken sich Umweltschutzmaßnahmen
sichtbar auf den Krankenstand von Unternehmen aus? Wie steht mein Unter-nehmen im Vergleich zu den Wettbewerbern? Fragen, die beim Projekt „Umweltökonomische Benchmarking-Datenbank“ im Vordergrund standen.

Das Ziel und der Weg
Ziel der Projektarbeit war die Bereitstellung einer web-basierten Benchmarking-Datenbank zur umweltökonomischen Entscheidungs-unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen der Metallindustrie in Nordrhein-Westfalen.
Der Aufbau einer solchen Datenbank versetzt Unter-nehmen in die Lage, ihre ökonomische und ökologische Effizienz branchen-bezogen vergleichen zu können. Hierfür bildet die Benchmarking-Datenbank
die notwendige Grundlage. Sie ermöglicht die Ableitung zukünftiger Maß-nahmen zur Optimierung der umweltökonomischen Konkurrenz- und Leistungsfähigkeit der Betriebe. Das IPT berücksichtigte bei der inhaltlichen
Konzeption der Benchmarking-Datenbank bestehende thematisch ähnliche Systeme.
Mit Hilfe einer Kerngruppe von Unternehmen wurde ein Kennzahlensystem zusammengestellt, das wesentliche umweltökonomische Aspekte übersichtlich abbildet. Auf Basis dieses Systems wurden die Algorithmen für das Bench-marking entwickelt. Weiter wurde eine anonymisierte Datenbasis aufgebaut und ein Konzept für die Dateneingabe, -strukturierung und -verknüpfung erarbeitet.

Die Ergebnisse
Die Benchmarking-Datenbank wird zur öffentlichen Nutzung an das Internet angebunden. Somit besteht für kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit, ihre anonymisierten Daten zu übertragen und online eine umwelt-ökonomische Benchmark-Einstufung übermittelt zu bekommen. Rund 40 Unternehmen beteiligten sich bisher am Benchmarking-Projekt.

Die Perspektive
Auch über das Projektende hinaus soll die Benchmarking-Datenbank erweitert und optimiert werden. Auf der Internetseite werden zukünftig Unterstützungs-angebote und weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus findet der Nutzer Kontaktmöglichkeiten zu Institutionen wie der Effizienz-Agentur NRW, den Industrie und Handelskammern und zum Fraunhofer
IPT.
Auf Anregung der beteiligten Unternehmen wird der Aufbau einer Kontaktbörse forciert. Diese ermöglicht nach vorheriger Zustimmung zur Aufhebung der Anonymität den direkten Kontakt vom Unternehmer zum Unternehmer.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Karl Hufmann (-57), khu(at)efanrw.de

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