Umweltökonomisches Benchmarking
 

Umweltökonomische Benchmarkingdatenbank

Verbessern durch vergleichen

Benchmarking-Datenbanken bieten Unternehmen ein Instrument, um ihre ökonomische und ökologische Effizienz branchenbezogen vergleichen zu können. Beteiligte Betriebe profitieren von dieser Plattform, da sie Defizite aufdecken und kausale Zusammenhänge erkennen hilft. Die Spiegelung der eigenen Leistungsfähigkeit an referenzbildenden Best-practice-Lösungen und -prozessen ermöglicht die Schließung von Leistungslücken zum Klassenbesten.

Auch in der Umsetzung von Projekten im integrierten Umweltschutz helfen Benchmarking-Datenbanken effiziente und innovative Maßnahmen zu erkennen und gewinnbringend umzusetzen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen ermöglicht der Vergleich mit anderen Unternehmen, bestehende Erfahrungen zum eigenen Vorteil nutzbar zu machen.

Derzeit umfasst die Online-Datenbank die metallverarbeitende und die oberflächenveredelnde Branche.

Metallverarbeitende Industrie

Die metallverarbeitende Industrie ist traditionell eine Branche mit hohem Material- und Energieeinsatz in der Produktion. Zudem treten häufig Rest- und Abfallstoffe in großen Mengen auf, die nur teilweise verwertet werden können.

Dementsprechend bietet die Datenbank eine detaillierte Analyse der auf die Produktionsmenge bezogenen Verbrauchsänderungen an Energie, Rohstoffen, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Wasser. So können Sie sich mit anderen Unternehmen Ihrer Branche anhand der Veränderungen innerhalb von Vergleichsjahren direkt messen. Anfallende Abwassermengen und Rest- und Abfallstoffe werden ebenfalls erfasst. Fragen zur grundsätzlichen Ökologieorientierung Ihres Unternehmens runden den Fragebogen schließlich ab.

Eine Beispielauswertung zur Metallverarbeitung finden Sie » hier.

Bislang haben über 65 Unternehmen aus der metallverarbeitenden Branche bundesweit die Datenbank genutzt.

Oberflächenveredelnde Industrie

Die Oberflächenveredelung von Metallen und Kunststoffen ist eine Industriezweig, in dem in Deutschland etwa 1.500 hauptsächlich kleine und mittlere Unternehmen tätig sind. Vor allem bei den nasschemischen Prozessen, auf die sich die Datenbank konzentriert, ist ein effizienter Umgang mit Chemikalien gerade bei der Vor- und Nachbehandlung zu beschichtender Substrate unabdingbar. Wer hier kein ausgewogenes Maß an Investitionen in aktuelle Anlagen- und Prozesstechnologie und laufenden Kosten für Chemikalien, Wasser und Entsorgung findet, hat wirtschaftliche Nachteile und höhere Kosten als der Wettbewerb.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Datenbank für diese Branche vor allem die Unterschiede in der Ressourcen- und Prozesseffizienz der Teilnehmer, da oftmals viele Potenziale hinsichtlich der Verfahrensoptimierung und Prozessführung noch nicht erschlossen sind. Besonderes Augenmerk liegt auf der Optimierung der Wasser- und Energieverbräuche während der Reinigungs- und Entfettungsprozesse sowie den dabei zum Einsatz kommenden Technologien. Anhand der Aufteilung dieser Verbräuche entlang der gesamten Prozesskette Vorbehandlung – Beschichtung – Nachbehandlung können zum Teil erhebliche Bedarfsunterschiede identifiziert werden, die sich direkt kostenseitig auswirken. Die Datenerhebung wird durch Fragen zur Qualitätssicherung und externen Kommunikation abgeschlossen.

Seit Beginn der Datenerhebung haben bereits über 70 Unternehmen bundesweit die Datenbank genutzt, um sich mit dem Branchendurchschnitt und den Best Practice-Unternehmen zu vergleichen. Anders als beim Vergleich in der metallverarbeitenden Industrie werden hier nur Daten aus einem Kalenderjahr abgefragt.

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Die Projektpartner:

Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie
Steinbachstraße 17,
52074 Aachen
Internet: www.ipt.fraunhofer.de  

Ansprechpartner: Jörg Saxler

eMail: info(at)ipt.fraunhofer.de  
Telefon: 0241 - 89 04-161
Fax: 0241 - 89 04-6161


Effizienz-Agentur NRW
Mülheimer Straße 100
47057 Duisburg
Internet: www.efanrw.de  

Ansprechpartner: Karl Hufmann

Email: khu(at)efanrw.de  
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