Wenn die Ingenieure der Effizienz-Agentur NRW (EFA) einen Blick in die Produktion von Unternehmen werfen, dann sind sie Material- und Energieverschwendern auf der Spur. Eine Schülerin der Felix-Fechenbach Gesamtschule Leopoldshöhe begleitete am Girls‘ Day, am 22. April, die Leiterin des EFA-Regionalbüros Bielefeld, Heike Wulf, bei ihrer Arbeit und lernte wie wichtig Effizienz sowohl für den Unternehmenserfolg als auch die Umwelt ist.
Mit durchschnittlich 40 Prozent stellen die Rohstoffkosten in produzierenden Unternehmen den mit Abstand größten Kostenblock dar – noch vor den Personalkosten mit 20 Prozent. Wer hier an den richtigen Rädchen dreht und seinen Verbrauch senkt, kann viel sparen und durch weniger Abfall und Emissionen die Umwelt entlasten.
„Unter Ressourcen verstehen wir sowohl das Material, das für das jeweilige Produkt benötigt wird, als auch die im Produktionsprozess eingesetzte Energie sowie Hilfs- und Betriebsstoffe wie Wasser oder Schmiermittel“, informierte Heike Wulf. Auf die industrielle Produktion bezogen, bedeutet das, dass all diese Ressourcen so eingesetzt werden, dass für jedes gefertigte Produkt weniger Abfall, weniger Abwasser und Emissionen anfallen. Die Umwelt wird also entlastet. Ein Grund dafür, dass das NRW-Umweltministerium 1998 die EFA ins Leben rief.
Die Achtklässlerin warf am 22. April gemeinsam mit Heike Wulf einen Blick in die Produktionsprozesse eines Mineralbrunnen-Betreibers und eines PET-Flaschen-Recyclingbetriebs. Hier erfuhr sie direkt in der Praxis, wo Einsparpotenziale bestehen und wie mit Ressourceneffizienz-Maßnahmen Wasser, Material und Energie eingespart werden können.
Das EFA-Regionalbüro in Bielefeld unterstützt seit 2001 kleine und mittlere Unternehmen dabei, Einsparpotenziale zu identifizieren und durch konkrete Maßnahmen die Ressourceneffizienz in der Produktion zu steigern.
Das EFA-Regionalbüro in Bielefeld beteiligte sich zum zweiten Mal an der Initiative Girls‘ Day.
Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag
Der bundesweite Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag ermöglicht Schülerinnen ab der Klasse 5 wertvolle Einblicke in Technik, IT, Naturwissenschaften und Handwerk. Girls'Day-Teilnehmerinnen bewerten das Image technisch-naturwissenschaftlicher Berufe zunehmend positiv. Sie sehen diese Berufe heute häufiger als abwechslungsreich an als noch vor fünf Jahren, das bestätigt eine Langzeitstudie zum Aktionstag.
Die Bundesweite Koordinierungsstelle des Girls'Day – Mädchen-Zukunftstags wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag ist ein Projekt des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und eine Gemeinschaftsaktion des BMBF und des BMFSFJ, der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.
Weitere Informationen:
EFA-Regionalbüro Bielefeld
Heike Wulf
Tel. 0521/29 97-397
eMail bielefeld(at)efanrw.de