
Am 01. Juli 2010 startete das Netzwerk "NEOBzym – Netzwerk Oberflächenreinigung mittels Enzymen". Das Netzwerk will die biologische Reinigung von harten Oberflächen wie z. B. von Metall, Kunststoff, Keramik und Glas entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrachten und neue ressourceneffizientere Lösungen in die Anwendung bringen. Acht Unternehmen und zwei Forschungseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern nehmen an diesem Netzwerk teil. Das Netzwerkmanagement liegt bei der Effizienz-Agentur NRW (EFA) in Duisburg.
Kernbranchen des Netzwerks sind die Metallverarbeitung, Medizintechnik und Biotechnologie. NEOBzym will neue Strategien und innovative Technologien aus den Forschungs- und Entwicklungsbereichen der Netzwerkpartner in den Unternehmen zur Anwendung bringen.
Enzyme kommen mittlerweile in vielen Branchen wie der Pharma-, Textil- und Lebensmittelindustrie zum Einsatz. Mit ihnen können Prozesse realisiert werden, die Ressourcen schonend sind und bei denen nur wenige Abfälle anfallen. So können Prozesse u. a. mit niedrigeren Temperaturen und Drücken gefahren werden.
Bei den beteiligten Forschungseinrichtungen liegen die Schwerpunkte in den Bereichen der Enzymherstellung und Fermentationstechnik mittels Mikroorganismen sowie auf dem Gebiet der Reinigungstechnologie (Reinigung, Wiederaufbereitung und Hygiene).
Von Unternehmerseite beteiligen sich sowohl Hersteller von Kühlschmierstoffen, Reinigern, Reinigungsanlagen und von Oberflächenmesstechnik als auch Anwender von Entfettungslösungen.
Die Effizienz-Agentur NRW stellt für das Netzwerk NEOBzym das gesamte Netzwerkmanagement bereit. Der Projektträger ist die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin. Gefördert wird dieses innovative Netzwerk im Rahmen des Förderprogramms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.