Zu ihrem 20-jährigen Bestehen verlieh die Stiftung Arbeit und Umwelt der IG Bergbau, Chemie, Energie am 4. November einen Umweltpreis zum Thema "Energieeffizienz mit Mitarbeiterbeteiligung". 70 Bewerbungen gingen für den mit 25.000 Euro dotierten Preis ein. Das NRW-Umweltministerium stiftete darüber hinaus einen Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro.
Erster Preisträger ist die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement. Sie erhielt das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für ihr Projekt "Tatort Werkhof – Energie- und Wassersparen durch umweltbewusstes Verbraucherverhalten".
Die 39 Beschäftigten des "Tatorts" Werkhof Hermann-Löns-Park haben in den Jahren 2007 bis 2009 mehr als 40 Prozent Wärmeleistung eingespart, dazu noch Wasser und Strom. In Summe eine Ersparnis von gut 15.000 Euro plus 30,5 Tonnen weniger CO2. Sowohl das Ergebnis als auch das Konzept – gute Kommunikation und praxisnahes Vorgehen – hatten die Jury überzeugt.
Der zweite Preis in Höhe von je 5.000 Euro ging an die Evonik Degussa GmbH, Werk Rheinfelden, und die Deutsche Edelstahlwerke GmbH in Witten. Den dritten Preis teilten sich die Currenta GmbH & Co OHG in Leverkusen und UPM Nordland Papier in Dörpen/Emsland mit je 2.500 Euro.
NRW-Sonderpreis an Solvay Chemicals GmbH
Darüber hinaus erhielt das Rheinberger Solvay-Werk den Sonderpreis des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Dr. Peter Jahns, Leiter der Effizienz-Agentur NRW, lobte in seiner Laudatio: "Im Rheinberger Solvay-Werk ist es auf einzigartige Weise gelungen, mehr als 800 Mitarbeiter durch virale Marketing-Aktionen emotional in das Thema Energiesparen einzubinden, sie zu begeistern, sie mitzunehmen. Sie haben gezeigt, wie man eine persönliche Identifikation erreicht und das Know-how der Mitarbeiter aktiviert, das man für nachhaltiges Energiesparen braucht."
Dank der guten Mitarbeiter-Vorschläge konnte das Rheinberger Werk seit 2008 ein Einsparpotenzial von 12 Prozent Dampf, fünf Prozent Strom und damit rund 88.000 Tonnen CO2 identifizieren. Die Solvay-Gruppe strebt bis 2020 an, den Strom- und Dampfverbrauch um jeweils 20 Prozent zu senken.
