Enquete-Kommisson Bundestag

Enquetekommission für nachhaltiges Wirtschaften des Bundestages nimmt Arbeit auf

Wohlstand im Fokus

Reicht das Bruttoinlandsprodukt künftig aus, um nicht nur Wirtschaftswachstum, sondern auch Wohlstand und Lebensqualität zu messen? Dieser Frage widmet sich die Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft". Bundestagspräsident Norbert Lammert eröffnete am 17. Januar die konstituierende Sitzung der Kommission.

In den nächsten zweieinhalb Jahren soll die Kommission das rein ökonomisch und quantitativ ausgerichtete Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Messgröße weiterentwickeln. Und es um ökologische, soziale und kulturelle Kriterien ergänzen. Gefragt wird, wie können Wohlstand und Lebensqualität gemessen werden.

"Die Kommission wird prüfen, wo unsere Gesellschaft steht und ob es den Menschen besser oder schlechter geht", betonte die neue Vorsitzende, Daniela Koße. Aufgabe der Kommission ist es, konkrete Handlungsempfehlungen für das Parlament zu erarbeiten.

Ein wichtiger Punkt Ihrer Arbeit wird der Themenkomplex "Wachstum, Ressourcenverbrauch und technischer Fortschritt – Möglichkeiten und Grenzen der Entkopplung" sein. Die Enquete-Kommission soll untersuchen, ob und wie das Wachstum des BIP vom Wachstum des Verbrauchs an Ressourcen, Umwelt-, Biokapital sowie klimaschädlicher Emissionen dauerhaft entkoppelt werden kann.

Der Bundestag hatte am 1. Dezember 2010 die Einsetzung der Enquete-Kommission beschlossen. Ihr gehören 17 Mitglieder und 17 Sachverständige an.
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