EFA.Dialog

1. EFA.Dialog der Effizienz-Agentur NRW in Oberhausen

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen der Rohstoffverknappung

Oberhausen, 28. Februar 2011

Unter dem Motto "Das Rohstoff-Dilemma: wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen der Rohstoffverknappung" fand am 28. Februar 2011 der erste EFA.Dialog der Effizienz-Agentur NRW (EFA), Duisburg, im LVR-Industriemuseum Zinkfabrik in Oberhausen statt. Über die Auswirkungen und Anforderungen der Rohstoffverknappung sprachen Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Rund 150 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt.

Was bedeuten Rohstoffverknappung und Ressourceneffizienz für Unternehmen und Gesellschaft heute und morgen? Welche unternehmerischen und gesellschaftlichen Lernprozesse sind notwendig? Wie muss der politische Rahmen für eine erfolgreiche Entwicklung aussehen?
Der erste "EFA.Dialog" der Effizienz-Agentur NRW widmete sich diesen Fragestellungen.

Ernst-Christoph Stolper, Abteilungsleiter des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, setzte sich in seiner Begrüßungsrede dafür ein, die Chancen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft auf dem Weltmarkt durch verstärkte Anstrengungen der Energie- und Ressourceneffizienz zu verbessern. "Wer sich als erster auf die steigenden Rohstoff- und Energiepreise eingestellt hat, wird die Nase vorn haben. Wir wollen, dass dies Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen sind", sagte Stolper.

Es gelte, die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch weiter voran zu bringen. Öko-Innovationen müssten schneller in die praktische Anwendung gebracht werden. Unternehmen könnten dafür auf die Unterstützung der vom NRW-Umweltministerium gegründeten Effizienz-Agentur NRW zurückgreifen. 

Prof. Claus Leggewie, Direktor des KWI Essen und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, forderte in seinem Vortrag zu den kulturellen Aspekten der Ressourceneffizienz eine stärkere und gestaltende Rolle des Staates bei der Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Dabei sollten zukünftig gesellschaftliche Gruppen intensiver an politischen Entscheidungsprozessen partizipieren.

Mit welchen Strategien Unternehmen den Herausforderungen der Rohstoffverknappung entgegentreten, darüber sprachen Dr. Monika Kohla, Geschäftsführerin und Leiterin der Umweltabteilung des Verbandes der Nordwestdeutschen Textil und Bekleidungsindustrie e.V., sowie Harald Dewinklo, Ressortleiter Einkauf der OTTO FUCHS KG. Der Meinerzhagener Metallverarbeiter hatte u. a. mit Unterstützung der Effizienz-Agentur NRW seinen Ressourceneinsatz nachhaltig senken können.