Der weltweite Rohstoffverbrauch könnte sich nach Angaben der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2050 auf jährlich 140 Milliarden Tonnen verdreifachen. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) fordert eine Entkopplung des Wachstums vom Ressourcenverbrauch.
Die Weltwirtschaft muss ihren Hunger auf Mineralien, Erze, fossile Brennstoffen und Biomasse reduzieren und das Wachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppeln. Zu diesem Fazit kommt ein internationales Forscherteam in einem Bericht des UNEP.
Wie aus einem am 12. Mai veröffentlichten Bericht hervorgeht, schreitet die Verknappung von preiswerten und hochwertigen Schlüsselressourcen wie Öl, Kupfer und Gold, die mit stetig ansteigenden Mengen fossiler Brennstoffe und Süßwasser hergestellt werden müssen, dramatisch voran. Grund für den deutlichen Anstieg sind dem Bericht zufolge das weltweite Bevölkerungswachstum, der hohe Verbrauch in Industrieländern und eine wachsende weltweite Nachfrage.
So liegt der Verbrauch der vier wichtigsten Rohstoffe in den Industrieländern zurzeit pro Kopf im Durchschnitt bei 16 Tonnen, während im Vergleich auf einen Verbraucher in Indien jährlich vier Tonnen entfielen, hieß es. Das UNEP rief in seinem Bericht dazu auf, dringend die Verbindung zwischen Rohstoffnutzung und wirtschaftlichem Wohlstand auf den Prüfstand zu stellen. So könne zumindest der Pro-Kopf-Verbrauch in den reichen Ländern eingefroren werden, um Entwicklungsländern dabei zu helfen, eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen zu verfolgen.
"Die Entkopplung ist sinnvoll – sowohl wirtschaftlich als auch sozial und ökologisch", sagte UNEP-Direktor Achim Steiner.
Weitere Informationen: www.unep.org