EU-Industrieausschuss

EU-Rohstoff-Bericht

Industrieausschuss der EU stimmt für Rohstoff-Bericht, aber gegen konkretes Effizienzziel

Bei einer Abstimmung über die Rohstoffstrategie der EU-Kommission Anfang Juli hat der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europaparlaments einen Berichtsentwurf mit Änderungen verabschiedet, jedoch Forderungen nach europäischen Ressourceneffizienzzielen zurückgewiesen.

Das meldete der Umweltinformationsdienst ENDS. Bei seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag unterstützte der Ausschuss zwar mit großer Mehrheit den Berichtsentwurf des Parlamentsberichterstatters Reinhard Bütikofer (Grüne), lehnte jedoch dessen Vorschlag ab, eine jährliche dreiprozentige Effizienzsteigerung als Ziel festzuschreiben, wofür sich auch Umweltverbände eingesetzt hatten.

Eine Reihe von Änderungsanträgen anderer Fraktionen zielte darauf ab, Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln - ein Vorschlag, der ENDS zufolge dem Ansatz der Kommission eher entgegenkommt.

Die Grünen im Europaparlament nannten das Abstimmungsergebnis ein "starkes Signal" für eine zukunftsfähige Rohstoffstrategie, bei der naturschutz-, sozial- und entwicklungspolitische Belange zu berücksichtigen seien. Die sozialdemokratische Fraktion hob hervor, angesichts zu erwartender Rohstoffengpässe und Preissteigerungen wollten die Abgeordneten einen strategischen EU-Plan für mehr Informationsaustausch und Koordinierung zwischen den Mitgliedsstaaten.

Die Abstimmung im Parlamentsplenum über den Bericht ist für September vorgesehen.

Quelle: DNR

Weitere Informationen: » hier