Einsparpotenziale durch Material- und Ressourceneffizienz sind bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) noch längst nicht ausgeschöpft. Das geht aus einer vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) in Auftrag gegebenen Umfrage zur Umsetzung von Ressourceneffizienz-Maßnahmen hervor.
"Die Ergebnisse der neuen Studie machen deutlich, dass in deutschen Unternehmen noch viele Effizienzpotentiale zu heben sind. Ressourceneffizienz ist noch kein Mehrheitsthema, wird es aber in Zukunft für die Unternehmen mit Sicherheit werden", so Sascha Hermann, Geschäftsführer des VDI ZRE.
Die Studie untersucht, welche Treiber für KMU in ihrer Entscheidung für oder gegen die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen eine Rolle spielen und wie sie sich auf die Akzeptanz von Förderprogrammen auswirken.
Demnach geben rund 84 Prozent der KMU an, dass der Einsatz von Maßnahmen zur Ressourceneffizienz zu Einsparmöglichkeiten in ihrer jeweiligen Branche führen würde. Das Einsparpotenzial durch Material- und Ressourceneffizienz schätzen die befragten Unternehmen durchschnittlich auf über zehn Prozent.
Trotz des hohen Einsparpotenzials ist die Bekanntheit von Förderangeboten zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der KMU-Landschaft gering: Konkrete Förderangebote sind nur einem Fünftel der befragten Unternehmen bekannt. Die Hälfte kennt jedoch Unternehmen, die durch Einleitung von Ressourceneffizienz-Maßnahmen Wettbewerbsvorteile erzielt haben.
Für die Studie wurde das Effizienzverhalten von rund 960 kleineren und mittleren Unternehmen der zehn produzierenden Bereiche der deutschen Industrie ermittelt. Unter anderem sind die Branchen Chemie, Maschinenbau, Ernährungsproduktion und Fahrzeugindustrie vertreten. Darunter waren 53 Unternehmen, die bereits Förderprogramme zur Steigerung der Ressourceneffizienz in Anspruch genommen haben.
Weitere Informationen : www.vdi-zre.de