Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) macht nicht an Ländergrenzen halt: Deutschlandweit gibt es konkret zum PIUS und zum ressourceneffizienten Wirtschaften eine Vielzahl von Ansätzen und Initiativen. Die Effizienz-Agentur NRW unterstützt den Aufbau von PIUS-Projekten in anderen Bundesländern aktiv.
Hier ein kurzer Überblick über die Projekte und Aktivitäten in den Bundesländern.
Baden-Württemberg
Bayern
Bremen
Hamburg
Hessen
Rheinland-Pfalz
Niedersachsen
Mit dem Programm BEST (Betriebliches Energie- und Stoffstrommanagement) unterstützt die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) seit 1999 kleine und mittlere Betriebe (KMU) in Baden-Württemberg bei der Einführung eines betrieblichen Energie- und Stoffstrommanagements.
Das LUBW hat bisher rund 30 Projekte zum Energie- und Stoffstrommanagement in Unternehmen gemeinsam mit externen Partnern erfolgreich durchgeführt.
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Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg betreibt seit 2005 über das Informationszentrum für betrieblichen Umweltschutz (IBU) eine Informationsplattform zum betrieblichen Umweltschutz, die im Rahmen eines EU-Fördervorhabens (ESF) zwischen 2002 und 2005 aufgebaut wurde. Hierin sind umfassende Informationen zu sieben Branchen verfügbar. Das IBU ist seit 2006 engagierter Partner im » PIUS-Internet-Portal .
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Das vom Landesumweltministerium beauftragte und seit 2005 mehrfach auf regionaler Ebene mit Unterstützung von B.A.U.M e.V durchgeführte Beratungsangebot, zeigte bisher eine Vielzahl von Potenzialen in rund 130 beteiligten mittelständischen Unternehmen auf.
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Neben den zahlreichen Aktivitäten im Rahmen des Umweltpaktes Bayern – der seit 1995 besteht – wurde auch ein Projekt zum "Produktionsintegrierten Umweltschutz" (PIUS) durchgeführt. Dieses war insbesondere auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten. Um diese auf dem Weg zu mehr Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen, startete das Bayerische Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 2005 ein PIUS-Pilotprojekt unter der Bezeichnung "PIUS-Beratung Bayern".
Inhaltlich lehnte sich das Projekt an den PIUS-Check der EFA NRW an und bezog die Ausarbeitungen der VDI-Richtlinie 4075 "PIUS" ein. Die Projektträgerschaft und -durchführung lag beim bifa Umweltinstitut GmbH (BIfA). Die angestrebte Projektzahl von 20 Analysen in mittelständischen Unternehmen wurde erreicht. Eine Fortführung des Projektes ist in Planung. Im Vorfeld wurde das Projekt durch Effizienz-Agentur NRW unterstützt.
Das bifa Umweltinstitut ist seit 2005 Partner im » PIUS-Internet-Portal .
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Seit 2005 führt das RKW Bremen Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e. V. das Förderprogramm "Ökologische Effizienz" als Fortführung des zuvor fünf Jahre laufenden PIUS-Beratungsprogramms durch. Ziel ist es, in kleinen und mittleren Unternehmen im Rahmen einer Kurz- oder Intensivberatung Schwachstellen zu ermitteln und auf dieser Basis Verbesserungsvorschläge zum betrieblichen Umweltschutz zu erarbeiten und umzusetzen.
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Die Bremer Umweltpartnerschaft besteht seit 2003 als Netzwerk zwischen Wirtschaftsunternehmen des Landes Bremen und der öffentlichen Verwaltung. Die Zusammenarbeit basiert auf einer freiwilligen Vereinbarung aller Beteiligten. Mit der Partnerschaft soll die Motivation und der Einsatz der Wirtschaft für ein freiwilliges, über das Ordnungsrecht hinausgehendes, umweltgerechtes Verhalten und für freiwillige umweltgerechte Investitionen angeregt und umfassend unterstützt werden.
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Das EcoStep-Konzept wurde zwischen 2001 und 2004 im Rahmen eines Förderprojektes (EU-Life-Programm) erarbeitet und in der Praxis erprobt. Kern ist der Aufbau eines integriertes Managementsystems, das speziell für Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeitern entwickelt wurde. Darin werden die wesentlichen Elemente aus den Bereichen Qualität, Arbeitsicherheit und Umweltschutz in einem Managementsystem im Unternehmen zusammengeführt. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Land Hessen (Umweltallianz Hessen) durchgeführt.
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Hamburg startete 2002 das Förderprogramm "Unternehmen für Ressourcenschutz". Mit seinen vielschichtigen Inhalten richtet es sich an alle Hamburger Produktions- und Dienstleistungsunternehmen sowie Handwerksbetriebe.
Das Angebot umfasst die finanzielle Förderung, die gezielte Beratung zu ressourcenschonenden Maßnahmen und Techniken - auch vor Ort - sowie die Vermittlung von Spezialisten und die Entwicklung von wirtschaftlichen Lösungsansätzen. Die Effizienz-Agentur NRW hat die ausführende Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg beim Aufbau und der Strukturierung des Förderprogramms kompetent unterstützt. Bisher konnten über 220 Projekte erfolgreich abgeschlossen werden.
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Im Kontext zum o.g. Förderprogramm starten der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und die Hamburger Wirtschaft 2003 das Netzwerk "UmweltPartnerschaft Hamburg" zur Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens. Die Wirtschaft wird in dieser Partnerschaft durch die Handelskammer Hamburg, die Handwerkskammer Hamburg und den IVH-INDUSTRIEVERBAND HAMBURG e.V. vertreten. Die Vereinbarung nimmt bisherige Kooperationen zwischen Senat und Wirtschaft im Umweltbereich auf und ergänzt diese um neue Initiativen. Unternehmen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten daran zu partizipieren.
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Im Rahmen der Umweltallianz Hessen wurden seit 2000 u. a. folgende Aktivitäten mit Blick auf die mittelständische Wirtschaft durchgeführt bzw. gestartet:
Das EcoStep-Konzept wurde zwischen 2001 und 2004 im Rahmen eines Förderprojektes (EU-Life-Programm) erarbeitet und in der Praxis erprobt. Kern ist der Aufbau eines integrierten Managementsystems, das speziell für Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeitern entwickelt wurde. Darin werden die wesentlichen Elemente aus den Bereichen Qualität, Arbeitsicherheit und Umweltschutz in einem Managementsystem im Unternehmen zusammengeführt. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Land Bremen (RKW Bremen GmbH) durchgeführt.
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Das RKW Hessen startete im Rahmen der Aktionslinie "HessenUmwelttech" in 2007 ein speziell auf kleinere und mittlere Unternehmen zugeschnittenes Modellprojekt zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS). Dabei soll ein Dienstleistungsangebot erarbeitet werden, das alle fachlichen Fragestellungen zu produktionsintegrierten Umweltschutzmaßnahmen (Energie, Wasser, Immissionsschutz, Materialeinsatz, Entsorgung) beinhaltet. Die EFA unterstützt die Entwicklung aktiv und bringt die umfangreichen Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen ein.
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Das im November 2005 in Rheinland-Pfalz gegründete EffNet steht als fachübergreifende und nichtkommerzielle Informations- und Beratungsplattform insbesondere kleinen und mittleren Betrieben des Handwerks, der Industrie und des Dienstleistungsgewerbes zur Verfügung. Interessenten finden auf der Internet-Homepage zahlreiche Informationen und Praxishinweise zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten – z. B. eine Sammlung von gesetzlichen Vorschriften und Handlungsanweisungen, Informationen zu Förderprogrammen sowie praktische Maßnahmen für den betrieblichen Alltag.
Die rheinland-pfälzischen Ministerien für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz sowie für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau unterstützen seit Anfang 2007 rheinland-pfälzische Unternehmen aktiv bei der Durchführung von Analysen zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS).
Unter der Bezeichnung "EffCheck – PIUS-Analysen in Rheinland-Pfalz" erhalten zunächst ca. 20 Betriebe – insbesondere mittelständische Unternehmen - im Rahmen einer zweijährigen Pilotphase die Möglichkeit, ihre Produktion von einem Beratungsunternehmen ihres Vertrauens auf Kosteneinsparpotenziale hin überprüfen zu lassen. Der EffCheck wird in Anlehnung an den ®PIUS-Check der Effizienz-Agentur NRW durchgeführt.
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Zur individuellen Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bot das PIUS-Projekt in Niedersachsen ein fundiertes Beratungsangebot an. Das EU-geförderte Projekt (ESF-Fördermittel zur Qualifizierung von Mitarbeitern) basierte auf einer systematischen und prozessorientierten Stoffstromanalyse, die auch die Organisationsprozesse beinhaltete. Insgesamt 15 Unternehmen aus verschiedenen Branchen nutzten das Angebot. Projektträger war die target gmbH aus Hannover. Grundlage für den Effizienz-Check war der ®PIUS-Check der EFA NRW.
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Um die Rahmenbedingungen für eine umweltgerechte, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu verbessern, unterstützen einige Bundesländer Umweltpartnerschaften, -allianzen oder -pakte.